Offsethaken

Es gibt eine Hakenform, die sich durch ihr Erscheinungsbild deutlich von anderen Typen unterscheidet – der Offsethaken. Im Gegensatz zu normalen Öhrhaken, wie sie beispielsweise beim Dropshotangeln zum Einsatz kommen, zeichnet sich ein Offsethaken durch einen großen Hakenbogen und einem Knick hinter der Hakenöse aus. Es gibt auch bei dieser Hakenform viele verschiedene Ausführungen. Einige sind mit einem Blei beschwert (z.B. Gamakatsu EWG Weighted) oder auch mit einer Spirale (z.B. Gamakatsu Super Line Spring Lock) für eine einfache Fixierung von Gummifischen ausgestattet. Die wesentlichen Eigenschaften dieser Hakenform bleiben jedoch dieselben.

Gamakatsu Worm 330

So sieht ein klassischer Offset-Haken aus: ein großer Hakenbogen und ein Knick vor der Öse.

Die Vorteile und Einsatzgebiete von Offset-Haken

Offset-Haken werden in der Regel für das Angeln mit Gummifischen und Krebsimitaten verwendet. Hierbei gibt es beliebte Methoden und Rigs, die vor allem mit einem Offset-Haken gefischt werden. Die wohl bekanntesten Rigs sind das Texas- oder Carolina-Rig. Der ein oder andere hat vielleicht auch schonmal den Begriff des „Softjerkens“ gehört. Offset-Haken haben also ihre Berechtigung und bieten vielfältige Einsatzmöglichkeiten.

Der Offset-Haken ist ideal für das Barschangeln mit Gummikrebsen- und Würmern.

Der wohl größte Vorteil eines Offset-Hakens liegt darin, dass ein Köder nahezu krautfrei gefischt werden kann – vorausgesetzt der Gummifisch ist richtig montiert. Um Bisse optimal verwerten und trotzdem krautfrei angeln zu können, ist die richtige Montage von besonderer Bedeutung.
Es gibt noch ein paar weitere Rigs, an denen Offset-Haken sinnvoll sind. So besteht beispielsweise die Möglichkeit, ein Cheburaska-Rig mit einem Offset-Haken zu verbinden. Dies reduziert deutlich die Hängergefahr am Grund. Einer der beliebtesten Offset-Haken im Raubfischbereich ist der Gamakatsu Offset Worm EWG.

Ein Krebs am Gamakatsu Worm EWG.

Wie wird der Gummifisch am Offset-Haken montiert?

Zunächst einmal muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass sich schlanke und längliche Köder am besten für diese Hakenform eignen. Wichtig ist nach dem Aufziehen des Köders, dass die Hakenspitze nicht im Gummi verschwindet und auch nicht zu weit herausragt. Im besten Fall liegt die Hakenspitze enganliegend und parallel zum Köderrücken – und zwar so, dass die Hakenspitze und das Hakenöhr für einen optimalen Krautschutz auf einer Flucht liegen.

Krebs am weighted Offsethaken

So sieht ein montierter Gummiköder am Offset-Haken (in diesem Fall mit Gewicht) aus.

Bei wuchtigen und voluminösen Ködern ist es sinnvoller, einen Offset-Haken zu wählen, bei denen die Hakenspitze nach der Montage etwas höher als das Öhr herausragt . Diese Haken haben einen etwas größeren Bogen, sodass der Köder sicher vom Haken gehalten werden kann und die Spitze dennoch ein wenig herausragt. Wichtig ist hierbei ebenfalls, dass die Spitze nicht im Köderrücken verschwindet.

SPRO Iris the Frog

Um größere Gummis am Offset-Haken zu montieren, eignet sich die Feder am Kopf für einen besseren Halt.

Wie verhalte ich mich bei einem Biss?

Auch wenn die Hakenspitze nur knapp am Köder liegt, ist die Bissausbeute nicht schlechter als beim Angeln mit Jigköpfen. Es sei an dieser Stelle jedoch erwähnt, dass sich weichere Gummiköder deutlich besser für Offset-Haken eignen. Da Köder am Offset-Haken in der Regel deutlich leichter einzusaugen sind als Gummifische am Jigkopf, wird der Köder leichter und ohne viel Widerstand von den Räubern inhaliert.

SPRO Iris the Frog am Gamakatsu Offsethaken

So kann der Köder äußerst flach und nahezu krautfrei gefischt werden.

Damit dann der Anhieb auch richtig gesetzt werden kann, sollte der Gummiköder etwas nachgeben, um die Hakenspitze freizusetzen. Deshalb eignen sich weichere Gummiköder besser als steife.

Wir wünschen euch viel Spaß am Wasser und Petri Heil,

euer Gamakatsu-Team