Öhrhaken für das Dropshotangeln

Das Dropshotangeln ist eine sehr beliebte und effiziente Methode für das Barsch- und Zanderangeln mit Gummifischen- und Krebsen oder auch toten Köderfischen in Grundnähe. Im Gegensatz zum Angeln mit dem Jigkopf sind das Blei und der Köder an der Dropshotmontage voneinander getrennt. Darüber hinaus steht der Haken im 90° Winkel vom Vorfach ab. Damit der Haken auch im Fischmaul greift und der Köder attraktiv läuft, benötigt man den richtigen Haken.

Der Dropshothaken

So steht der Haken beim Dropshotangeln richtig

Der Dropshothaken

Zunächst muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es sich bei dieser Einzelhakenform um einen Öhrhaken handelt und sich somit von Plättchenhaken, die beispielsweise beim Friedfischangeln zum Einsatz kommen, unterscheidet. Doch Öhrhaken ist nicht gleich Öhrhaken. So sind beispielsweise Öhrhaken für den Wechsel von Drillings- auf Einzelhaken an Wobblern nicht für das Dropshotten zu gebrauchen. Das Öhr eines Dropshothakens zeichnet sich dadurch aus, dass man auf die Hakenspitze schauen kann, wenn man durchs Öhr guckt.

Der Dropshot mit Köder

Damit der Köder im 90°Winkel absteht und die Hakenspitze nach oben zeigt, sollte man auf das richtige Öhr am Haken achten.

Damit der Lauf eines Gummiköders durch den Haken nicht beeinflusst wird, sollte man möglichst leichte bzw. dünndrähtige Haken verwenden. Im Handel gibt es hierzu spezielle Dropshothaken, wie z.B. den Gamakatsu Worm 39. Wer für die Montage seines Hakens etwas Hilfe benötigt, sollte sich unbedingt mal den Gamakatsu Drop Shot Jig 90 oder den Swivel Shot ansehen, die nach dem Bau der Montage automatisch dafür sorgen, dass der Haken im gewünschten 90° Winkel vom Vorfach absteht.

Der Gamakatsu Jighead 90

Der Gamakatsu Drop Shot Jig 90 gewährleistet jederzeit den richtigen Winkel.

Der Swivel Shot

Der Gamakatsu Swivel Shot eignet sich auch für den Bau Hechtsicherer Dropshot-Montagen. An die obere Öse des Wirbels kann ein Stahlvorfach gequetscht werden.

Allerdings reichen auch ganz normale Öhrhaken, z.B. aus dem Karpfenbereich. Wichtig ist nur, dass der Haken nicht allzu dick ist. Dickere Haken kommen eher dann zum Einsatz, wenn man einen toten Köderfisch am Dropshot-Rig präsentieren möchte und man den Haken durch den harten Kopf eines Köderfisches stechen möchte.

Der Dropshot köpft

Auch Köderfische können an der Dropshot-Montage gefischt werden. Zum Beispiel im Winter oder an einer toten Rute.

Der richtige Knoten für das Dropshot-Rig

Dank des Hakenöhrs kann der Haken ans Vorfach mit einem Knoten verbunden werden. Hierzu eignet sich beispielsweise der Palomar- oder auch Dropshot-Knoten. Eine Anleitung zu den beiden wichtigsten Knoten findet ihr hier:

Wie wird der Köder montiert?

Ähnlich wie beim Jigkopfangeln sollte auch ein Dropshotköder möglichst im Kopfbereich befestigt werden. Hierzu kann man einen Gummifisch ähnlich wie beim Jigkopf aufziehen. Eine weitere Variante, die sich sowohl für Gummiköder als auch Köderfische eignet, ist die sogenannte „Nose-Hook“-Montage. Hierbei wird der Haken ganz weit vorne durch die Nasenspitze des Köders gestochen. So kann der Köder seine Laufeigenschaften maximal entfalten.

Gefangener Barsch mit einem Dropshot

Wer seinen Köder richtig montiert und am richtigen Platz fischt, kann wahre Sternstunden mit dem Dropshot-Rig erleben.

Im nächsten Kapitel geht es dann um die andere Öhrhakenform für den Wechsel von Drillings- auf Einzelhaken an Wobblern, Spinnern, Pilkern und Spinnerbaits.

Euch am Wasser viel Erfolg und dicke Fische,

euer Gamakatsu-Team