Finesse im Fokus –Texas & Carolina-Rig (Teil 2)

Im letzten Blogpost sind wir bereits auf den Aufbau der Montagen eingegangen. Der entscheidende Unterschied von Texas & Carolina-Rig liegt in der Entfernung zwischen Blei und Köder. Doch welche Methode ist die bessere? In diesem Blogpost möchten wir den Fokus auf die Köderwahl und richtige Köderführung von Texas & Carolina-Rig eingehen.

Bei Patrick hat das Carolina-Rig den gewünschten Erfolg gebracht!

Bei Patrick hat das Carolina-Rig den gewünschten Erfolg gebracht!

Welche Methode ist die bessere?

Diese Frage lässt sich, wie hätte es anders sein sollen, nicht so einfach beantworten. Jede Methode hat seine Vorteile und Daseinsberechtigung. Ein klarer Vorteil vom Texas-Rig, auch T-Rig genannt, liegt in der Wurfgenauigkeit. Durch die kurze Distanz zwischen Blei und Köder fliegt die Montage besser als das Carolina-Rig. Das T-Rig wird in der Regel etwas schneller geführt, was hauptsächlich die aktiven Räuber anspricht. Es lassen sich durch die schnelle Führung große Wasserflächen absuchen.

Der erste zentrale Vorteil des Carolina-Rig (C-Rig) liegt in der freien Wahl des Gewichts. Es können auch schwere Gewichte genutzt werden und somit weite Würfe erzielen, aber dennoch sinkt der Köder schwerelos zu Grund. Das C-Rig kann extrem langsam geführt werden und auch die trägen Winterräuber zum Biss überzeugen. Des Weiteren lässt sich hier der Abstand zwischen Haken und Gewicht frei wählen, was das Angeln deutlich flexibler macht.

In beiden Fällen saugt der Raubfisch aber einen Gummifisch ohne Gewicht auf.

Der Gummistopper auf dem Gamakatsu EWG verhindert, dass der Köder verrutscht.

Der Gummistopper auf dem Gamakatsu EWG verhindert, dass der Köder verrutscht.

Köderwahl

 Köder, die beim Carolina Rig funktionieren, fangen mit großer Wahrscheinlichkeit auch mit dem T-Rig. Beliebte Köder dafür sind sogenannte Creature-Baits wie der SPRO Insta Craw. Diese imitieren Krebse und andere unter Wasser lebende Kleintiere und bieten einen einfachen und nährhaften Snack. Gummiwürmer wie der Insta Worm sollten auch in keiner Raubfischbox fehlen. Durch ihren kleinen Twisterschwanz bewegen sie sich auch bei leichtestem Zug. Damit sich die Fische haken ist es wichtig, dass der Offsethaken einen großen Bogen hat und die Gummimischung weich ist, dass die Hakenspitze des Hakens beim Biss auch frei wird. Beide Gummiimitate von SPRO sind aufschwimmend und mit der I.T.F (Instant Trigger Furmula) ausgestattet. Dabei handelt es sich um einen Geruchsstoff, durch den die Räuber den Köder die entscheidenden Sekunden bis zum Anschlag länger im Maul behalten.

Aber auch normale Gummifische wie den Iris Popeye oder V-Power lassen sich fängig anbieten.

Gummiwürmer, Creature-Baits aber auch normale Gummifische können verwendet werden.

Gummiwürmer, Creature-Baits aber auch normale Gummifische können verwendet werden.

Köderführung

Auch hier gibt es mehrere Vorgangsweisen. Wollen die Fische eher aktive Köder, können die beiden Rigs durch Kurbelumdrehungen oder einen kleinen Ruck mit der Rutenspitze angejiggt werden. Da die Bisse fast immer in der langsamen Absinkphase kommen, sollte man sich etwas längere Pausen zwischen den Sprüngen gönnen.

Eine besonders effektive Variante ist das Schleifen. Dabei wird über die Rutenspitze das Blei langsam ran gezogen und etwas gewartet. Das Blei wirbelt den Untergrund auf und erzeugt bei Aufschlag mit Steinen Geräusche, die die Fische anlockt. Der auftreibende Gummiköder springt den Stachelrittern direkt ins Auge.

Hier drücken für interessante Unterwasseraufnahmen.

Wie so oft ist Ausprobieren und variantenreiches Angeln der Schlüssel zum Erfolg.

Gerade in den kalten Monaten lassen sich mit Finesse-Techniken kapitale Barsche fangen.

Gerade in den kalten Monaten lassen sich mit Finesse-Techniken kapitale Barsche fangen.

Schaut hier, wie gut diese Montagen funktionieren:

Video : Salah und Patrick unterwegs mit Finesse-Rigs.

Egal ob gezupft oder geschliffen, die beiden Varianten solltet ihr unbedingt ausprobieren.

Euer SPRO-Team