Erfolgreich Angeln auf Heilbutt (Teil 1) – die Vorbereitung

Ein kurzer Ruck in der Rute – jetzt darf man nicht die Nerven verlieren und nicht sofort anschlagen. Wenn ein Heilbutt einen Fisch fressen will, kommt dieser ein zweites oder drittes Mal. Hängt der Fisch am Haken, muss man die Ruhe bewahren. Welche Köder sich für das erfolgreiche Angeln auf Heilbutt besonders eignen und wie sich diese Platten überlisten lassen, erfährst du hier.

Einen Heilbutt zu drillen ist ein Erlebnis, dass man so schnell nicht vergisst.

Einen Heilbutt zu drillen ist ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst.

An Tagen wie diesen

Auch wenn beim Angeln alles möglich ist, ist nicht jeder Tag gleich gut geeignet. Da die Plattfische in der Regel nicht gestapelt übereinander liegen, ist es wichtig, Strecke zu machen. Hat man einen Tag mit „Ententeich-Wetter“, sollte man seine Zeit lieber den Dorschen oder Rotbarschen widmen. An Tagen mit besonders hohen Tiden ist die Strömung stark – perfekte Bedingungen für Heilbutt!

 

Köderwahl

Beim gezielten Angeln auf Heilbutt kommen in der Regel zwei mögliche Köder zum Einsatz – der Gummifisch oder das Naturködersystem. Auch wenn immer wieder Heilbuttfänge auf Pilker gemeldet werden, ist das eher die Ausnahme und kann deswegen beim gezielten Heilbuttangeln vernachlässigt werden. Es bietet sich an, zu Beginn eines jeden Angeltages mit verschiedenen Systemen oder Farben zu fischen. Die großen Plattfische sind oftmals sehr wählerisch und möchten nur bestimmt Farben. Auch die Geschwindigkeit beeinflusst das Beißverhalten. Die Köder lassen sich schnell oder langsam führen, aber dazu später mehr.

Scharfe Haken für das Heilbuttangeln

Spitze , scharfe und starke Haken sind Pflicht beim Heilbuttangeln.

Die richtige Stelle

 Heilbutt halten sich in Sommermonaten in Tiefen von 5-50 Metern auf. Wenn es richtig warm wird gerne auch tiefer. Ich bevorzuge Plateaus von 20 bis 40 Metern. Auf Sandbänken oder Kiesgründen ist der Heilbutt optimal getarnt. Das sind die Stellen, die Du aufsuchen solltest, denn dort jagt der Heilbutt. Wenn Du in ein neues Revier fährst, schau Dir bereits im Voraus die Gewässerkarte an. Freiwasserplateaus mit steilen Kanten ins tiefere Wasser bieten oftmals ein gutes Futterangebot und sind somit geeignete Stellen. Natürliche Unterwasserströmungen, wie zum Beispiel zwischen zwei Inseln, sind echte Hotspots.  Meiner Erfahrung nach halten sich die Plattfische nicht im Zentrum der Seelachsschwärme auf, in denen vor allem großen Dorsche jagen. Der Heilbutt bevorzugt etwas Ruhe und liegt daher am Rand.

Auf solchen Plateaus halten sich die flachen Räuber auf.

Auf solchen Plateaus halten sich die flachen Räuber auf.

 Wie fahre ich einen Spot an?

Je nach Windrichtung und Drift eignen sich manche Plateaus an manchen Tagen besser als andere. In dem Fall würde ich diesen Spot anfahren, wenn ich von links oben nach rechts unten bzw. anders herum driften würde. So hat man eine längere Drift, ein entspannteres Angeln und ist mit den Ködern eine maximale Zeit in der heißen Phase.

Im nächsten Blogpost geht es um Naturködersysteme für das Heilbuttangeln und deren Köderführung.

Viel Glück und Erfolg am Wasser!

Euer Niklas Gransee