Erfolgreich auf Heilbutt – Der Gummifisch

Gummifische bieten gegenüber dem Naturköder auch einige Vorteile und dürfen auf keinen Fall vernachlässigt werden. Es gibt heutzutage eine große Palette an Farben und Formen. Aber wenn man erfolgreich Angeln möchte bleibt eine Sache bei allen Angelarten gleich – vertraue deinem Köder!

Fang mit dem Salty Beast Master Jig Shad

Diese Platten konnten dem Salty Beast Master Jig Shad nicht widerstehen.

Der richtige Gummifisch

Natürlich ist die Form des Gummifisches aufgrund der individuellen Vorlieben sehr unterschiedlich. Ich bevorzuge Jigs, die etwas mehr Aktion unter Wasser haben. Ähnlich individuell ist es bei den Farben. Hier fische ich meistens Gummifische mit rotem oder pinkem Bauch.

Gute Erfahrungen habe ich mit dem Salty Beast Mega Jig Shad gemacht. Dieser flankt schon bei leichtem Zug stark aus und erzeugt starke Druckwellen. An der zusätzlichen Öse kann der Stinger befestigt werden.

Vertrauen in den Köder ist das Wichtigste beim Angeln.

Vertrauen in den Köder ist das Wichtigste beim Angeln.

Köderführung

 Beim Angeln mit Gummifisch kommen 3 Techniken zum Einsatz:

  1. Werfen mit leichten Gewichten: bei wenig Drift und somit guter Köderkontrolle, können leichte Gummifische geworfen werden. Am besten wird in Driftrichtung geworfen, damit man Bodenkontakt bekommt. Dann jiggt man den Gummifisch wie beim Zanderangeln an und lässt ihn kontrolliert absinken. Die Bisse erfolgen meist in der Absinkphase. Bei dieser Art der Angelei kann man viele andere Fischarten als Beifang erwarten.
  1. Vertikal unterm Boot: Der Gummifisch wird auf Grund abgelassen und 3-5 Meter hochgekurbelt. An dieser Stelle wird er nicht viel bewegt. Lediglich mit dem Handgelenk leicht angehoben und wieder abgesenkt. Die geringen Bewegungen der Schwanzschaufel reichen schon aus um die Fische um den Verstand zu bringen. Hier ist es natürlich wichtig, dass das Boot durch die Drift in Bewegung ist. Ist das nicht der Fall, muss mit dem Motor nachgeholfen werden.
  1. Aktives hochdrehen: Auch wenn diese Technik sehr anstrengend sein kann, war diese in den vergangenen Jahren die erfolgreichste bei mir. Der Jig wird abgelassen und sofort bei Grundkontakt angekurbelt. Anschließend wird er mit regelmäßigen Pausen bis zur Oberfläche hochgekurbelt. Oben angekommen lässt man wieder ab und das gleiche beginnt wieder von vorne. Es ist ein großes Schauspiel, wenn man der Heilbutt dem Köder nachkommt und er auf Sicht den Köder attackiert.
Der Iris POP-EYE in 23cm am Screw-in-Head mit Multi-Blade.

Der Iris POP-EYE in 23cm am Screw-in-Head mit Multi-Blade.

Platzierung des Stingers

Bei den enormen Größen, die ein Heilbutt erreichen kann, sollte man denken, dass dieser seine Beute direkt einsaugt. Das ist in der Regel nicht der Fall. Da der Heilbutt seine Beute von hinten attackiert, wird zuerst oft nur in den Schwanz gebissen. Deswegen sollte man den Stinger nicht direkt in die Schwanzwurzel setzen, da sonst der Heilbutt beim Probieren vorne in der Lippe hängt und leicht ausschlitzt.

Durch das kurze Drehgewinde des Screw-in Heads bleibt der Gummifisch flexibel.

Im nächsten Artikel geht es um darum, wie du reagierst, wenn sich der Heilbutt für deinen Köder entschieden hat.

Viel Glück und Erfolg am Wasser!

Euer Niklas Gransee