Das etwas andere Dropshotrig – Krautfrei auf Zander

Wenn der Zander sich zu Beginn der Saison noch im Kraut versteckt, ist es meist nicht einfach, den Köder krautfrei präsentieren zu können. In diesem Blogbeitrag stelle ich euch ein etwas anderes Dropshotrig vor, mit dem ihr krautfrei und ohne Angst vor Hängern auf Zander und Barsch dropshotten könnt.

Mit ein paar Kleinteilen zum Dropshotrig

Für die Montage des krautfreien Dropshotrigs benötigt ihr eine Schere, ein Feuerzeug, einen Schrumpfschlauch, Fluorocarbon, Haken sowie ein stabförmiges Dropshotblei und ein Bulletblei.

Die Montage

Ich nutze bei dieser Technik ein Flurocarbon in etwas dickerer Stärke, da es im Kraut hin und wieder auf eine hohe Zugkraft ankommt. Ein 0,30er bis 0,40er kann es auch schon mal werden, wenn größere Köder präsentiert werden sollen. Im ersten Schritt schneiden wir ca. 1,50m Fluorocarbon von der Rolle. Den Haken wähle ich je nach Köder und Krautvorkommen. Wenn zum Beispiel etwas höheres und dichtes Kraut vorhanden ist, nutze ich den Gamakatsu Worm Offset EWG, da der Haken so etwas versteckter im Köder liegt. Bei gleichbleibendem Kraut nehme ich sehr gerne den Worm 36. Warum? Ganz einfach: ich bin ein Freund von freien Hakenspitzen, da ich der Überzeugung bin, so weniger Fehlbisse zu bekommen. Darüber hinaus bietet der Worm 36 den Vorteil, dass der Köder durch die kleinen Widerhaken fester am Schaft sitzt. Den Haken solltet ihr an eure Bedürfnisse und die Ködergröße anpassen. 

Dank des Dropshotknotens steht der Haken im gewünschten 90° Winkel.

Der Dropshotknoten

Im zweiten Schritt binden wir erstmal eine normale Dropshot-Montage. Ich verwende hierbei einen ganz einfachen Dropshotknoten ohne Seitenarm. Dazu führe ich den Haken entgegengesetzt der Hauptschnur auf das Flurocarbon und lege über den Haken eine Schlaufe. Dann wird der Haken fünf mal durch die Schlaufe gewickelt und schließlich an beiden Enden zugezogen (immer schön anfeuchten beim Zuziehen).

Wie das Dropshotrig vor Kraut geschützt wird

Jetzt kommt der eigentliche Trick: Ich führe das Bullet-Blei auf die Montage und befestige im Anschluss das Dropshot-Blei. Bei den Gewichten empfiehlt es sich, etwas schwerer an die Sache heran zu gehen. Aber auch das ist Geschmackssache. Dann schiebe ich das Bullet-Blei auf das Dropshot-Blei. Jetzt wird der Schrumpfschlauch passend zurechtgeschnitten. Und zwar so, dass eine Verbindung zwischen Bullet und DS Blei entsteht. Dann wird der Schrumpfschlauch auf das Blei gefädelt und mit dem Feuerzeug erhitzt. ACHTUNG! Nicht zu nah an das Flurocarbon kommen, sonst war der Aufwand umsonst. Daher sollte man vorher schauen, dass man die ungefähre Höhe bzw. den Abstand zwischen Köder und Blei ermittelt. Ein nachträgliches Verschieben des Bleis wie bei der normalen Dropshot-Montage ist nicht mehr möglich.

Jetzt ist die Montage fertig!

So kann man das Dropshotblei vor Kraut und Hängern schützen

Beim Erhitzen des Schrumpfschlauchs muss unbedingt darauf geachtet werden, dass man das Fluorocarbon nicht erwischt.

Die beiden Bleie in Verbindung mit dem Schrumpfschlauch bieten nahezu keine Angriffsfläche mehr für Kraut und Hindernisse. So könnt ihr das Dropshotrig kraut- und hängerfrei präsentieren.

So sieht`s aus, wenn es fertig ist – ein Dropshotrig, das nahezu kraut- und hängerfrei präsentiert werden kann.

Haut was raus,

euer Daniel Gaedeke